
Die seit Jahren wachsende sozioökonomische Ungleichheit ist ein großes Problem für unsere Gesellschaft. Ungleichheit gefährdet den sozialen Zusammenhalt und bedroht die repräsentative Demokratie. Arme kehren der Demokratie überdurchschnittlich oft den Rücken. Sie gehen immer weniger wählen, weil sie sich nicht gehört fühlen, die Ungleichheit als ungerecht empfinden und sich für sie wenig zum Besseren wendet.
Das zeigt eine Studie von 2017, die Motive langzeitarbeitsloser Nichtwähler erforschte. Initiiert und durchgeführt wurde sie vom EFAS (Evangelischer Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V.) und der „Denkfabrik – Forum für Menschen am Rande“. Das Ergebnis: Die Befragten wollen gehört und mit ihren Sorgen ernst genommen werden. Sie fordern mehr Ressourcen für ihren Lebensunterhalt und mehr Teilhabe an Arbeit und Gesellschaft. Politisch Verantwortliche dürfen diese Forderungen nicht ignorieren, denn es steht nichts weniger auf dem Spiel als unsere Demokratie.
Der EFAS (Evangelischer Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V.) und die Denkfabrik laden deswegen zur Diskussion mit Landtagspräsidentin Muhterem Aras ein. Dort wird über die demokratische Teilhabe Armutsbetroffener und Lösungswege für mehr politische Beteiligung gesprochen.
Ohne Umverteilung ist Teilhabe nicht möglich. Deswegen wird an diesem Abend auch Stefanie Bremer von taxmenow anwesend sein. Taxmenow ist eine Initiative von Vermögenden, die eine höhere Besteuerung der Reichen anstoßen will.
Termin ist
Montag, 15. Januar 2024
18 – 20 Uhr
Evangelische Gesellschaft Stuttgart
Haus der Diakonie, großer Saal
Büchsenstraße 34/36
70174 Stuttgart
Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.
Foto Aras: ©LenaLux





